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Immobilien-News Schweiz · Leerstand 2026

Wo gibt es noch freie Wohnungen? Die Leerstands-Rangliste 2026

Die Wohnungssuche ist in der Schweiz vielerorts schwieriger geworden – doch die Unterschiede zwischen den Kantonen bleiben gross. Die Rangliste zeigt, wo der Leerstand zuletzt noch vergleichsweise hoch war, wo praktisch jede Wohnung sofort vom Markt verschwindet und welche ersten Kantonszahlen 2026 bereits eine weitere Verschärfung erkennen lassen.

Autor: Nikita von Niederhäuser, Immobilienexperte UrbanHome Aktualisiert am: · Lesezeit: ca. 18 Minuten

01
3,03 % Jura Rang 1 · 2025
02
0,48 % Zürich Rang 24 · 2025
03
0,34 % Genf Rang 26 · 2025
04
0,31 % Genf 2026 offizieller Frühwert
i
Rangliste 2025, Ausgabe 2026

Die vollständige Rangliste basiert auf dem einheitlichen BFS-Stichtag 1. Juni 2025. Bereits publizierte Kantonswerte 2026 werden separat ausgewiesen.

Datenstand

2025 komplett.
2026 teilweise.
Sauber getrennt.

Der Titel bezeichnet die Ausgabe und den Informationsstand 2026 – nicht eine bereits abgeschlossene nationale Erhebung für 2026.

BFS als Vergleichsbasis
01

Letzte vollständige nationale Basis

Das Bundesamt für Statistik weist in seiner aktuellen nationalen Darstellung weiterhin die Ergebnisse 2025 als jüngste vollständige Vergleichsbasis aus.

02

Keine Mischrangliste

Damit die Rangliste nicht aus unterschiedlich berechneten oder vorläufigen Kantonswerten zusammengesetzt wird, bleibt die Übersicht aller 26 Kantone auf dem einheitlichen BFS-Stichtag 1. Juni 2025.

03

Frühwerte separat

Separat werden die offiziellen kantonalen Frühwerte 2026 dargestellt. Eine scheinbar vollständige Rangliste 2026 wäre Anfang August entweder unvollständig oder würde Daten verschiedener Jahre vermischen.

BFS-Definition

Was zählt als Leerwohnung?

Als leer gilt eine Wohnung nur, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. [3]

03
Marktangebot

Miete oder Verkauf

Sie muss aktiv zur dauernden Miete oder zum Verkauf angeboten werden.

04
Nicht gezählt

Nicht jede leere Wohnung

Bereits vermietete Wohnungen mit späterem Bezugstermin, vorübergehend unbewohnte Objekte ohne Marktangebot und viele selbstgenutzte Zweitwohnungen zählen nicht.

%
Die Quote macht Kantone vergleichbar

Die Leerwohnungsziffer setzt die Zahl der leerstehenden Wohnungen ins Verhältnis zum gesamten Wohnungsbestand des Vorjahres.

1.5
Rund 1,5 Prozent als grobe Orientierung

Ein Markt um etwa 1,5 Prozent wird häufig als ausgeglichen betrachtet. Das ist keine Garantie für günstige Mieten: Lage, Wohnungsgrösse, Zustand und lokale Nachfrage bleiben entscheidend.

Alle 26 Kantone

Die vollständige Leerstands-Rangliste

Vollständiger nationaler Datenstand: 1. Juni 2025. [1] [2]

01–13
Rang 1 bis 13

Mehr Auswahl bis sehr angespannt

Jura · 3,03 % 1’268 Leerwohnungen · +0,05 Prozentpunkte · vergleichsweise mehr Auswahl
Solothurn · 2,05 % 3’003 Leerwohnungen · −0,32 Prozentpunkte · vergleichsweise mehr Auswahl
Tessin · 1,92 % 4’936 Leerwohnungen · −0,16 Prozentpunkte · vergleichsweise mehr Auswahl
Neuenburg · 1,82 % 1’824 Leerwohnungen · +0,14 Prozentpunkte · vergleichsweise mehr Auswahl
Thurgau · 1,41 % 2’074 Leerwohnungen · −0,01 Prozentpunkte · angespannt
St. Gallen · 1,37 % 3’760 Leerwohnungen · −0,02 Prozentpunkte · angespannt
Aargau · 1,18 % 4’102 Leerwohnungen · −0,12 Prozentpunkte · angespannt
Wallis · 1,18 % 3’282 Leerwohnungen · −0,25 Prozentpunkte · angespannt
Bern · 1,12 % 6’660 Leerwohnungen · −0,09 Prozentpunkte · angespannt
Appenzell Ausserrhoden · 1,12 % 340 Leerwohnungen · −0,21 Prozentpunkte · angespannt
Freiburg · 1,11 % 1’875 Leerwohnungen · −0,05 Prozentpunkte · angespannt
Appenzell Innerrhoden · 0,93 % 80 Leerwohnungen · −0,06 Prozentpunkte · sehr angespannt
Basel-Stadt · 0,92 % 1’079 Leerwohnungen · +0,15 Prozentpunkte · sehr angespannt
14–26
Rang 14 bis 26

Sehr angespannt bis extrem angespannt

Waadt · 0,89 % 3’932 Leerwohnungen · −0,07 Prozentpunkte · sehr angespannt
Schaffhausen · 0,83 % 383 Leerwohnungen · −0,29 Prozentpunkte · sehr angespannt
Basel-Landschaft · 0,79 % 1’196 Leerwohnungen · +0,06 Prozentpunkte · sehr angespannt
Luzern · 0,78 % 1’665 Leerwohnungen · −0,04 Prozentpunkte · sehr angespannt
Nidwalden · 0,68 % 158 Leerwohnungen · −0,21 Prozentpunkte · sehr angespannt
Uri · 0,64 % 142 Leerwohnungen · −0,12 Prozentpunkte · sehr angespannt
Glarus · 0,61 % 146 Leerwohnungen · −0,24 Prozentpunkte · sehr angespannt
Graubünden · 0,57 % 1’062 Leerwohnungen · 0,00 Prozentpunkte · sehr angespannt
Schwyz · 0,52 % 440 Leerwohnungen · −0,05 Prozentpunkte · sehr angespannt
Obwalden · 0,50 % 114 Leerwohnungen · +0,06 Prozentpunkte · sehr angespannt
Zürich · 0,48 % 3’815 Leerwohnungen · −0,08 Prozentpunkte · extrem angespannt
Zug · 0,42 % 261 Leerwohnungen · +0,03 Prozentpunkte · extrem angespannt
Genf · 0,34 % 858 Leerwohnungen · −0,12 Prozentpunkte · extrem angespannt
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So liest sich die Rangliste

Je höher die Leerwohnungsziffer, desto grösser ist statistisch das verfügbare Angebot. Die Rangliste basiert vollständig auf dem einheitlichen BFS-Stichtag 1. Juni 2025. Bereits publizierte Frühwerte 2026 werden separat dargestellt.

Mehr Auswahl

Wo die Auswahl noch am grössten ist

Der Kanton Jura führt die vollständige Rangliste mit 3,03 Prozent an.

03
Tessin

1,92 %

4’936 Leerwohnungen.

04
Neuenburg

1,82 %

1’824 Leerwohnungen.

i
Höhere Quote bedeutet nicht automatisch tiefe Mieten

Eine höhere Quote erhöht grundsätzlich die Wahrscheinlichkeit, mehrere Angebote vergleichen zu können. Sie sagt aber nicht, dass jede Gemeinde gleich gut versorgt ist oder dass die verlangten Mieten tief sind.

+
Kleine Märkte können stärker schwanken

Gerade in kleinen Märkten können einzelne Neubauprojekte die Quote stark verändern. Deshalb sollten Suchende kantonale Werte mit Gemeinde-, Bezirks- und Inseratsdaten kombinieren.

Knappste Märkte

Wo die Wohnungssuche besonders schwierig ist

Am anderen Ende liegen Genf, Zug und Zürich.

GE
Genf

0,34 %

858 Leerwohnungen im Jahr 2025. 2026 hat sich die Situation nochmals verschärft.

ZG · ZH
Zug und Zürich

Unter 0,5 %

Zug: 0,42 %

Zürich: 0,48 %

!
Weniger als eine von 200 Wohnungen

In diesen Märkten steht rechnerisch deutlich weniger als eine von 200 Wohnungen leer. In einzelnen Städten kann der lokale Wert nochmals deutlich tiefer liegen: Die Stadt Zürich lag 2025 bei rund 0,1 Prozent.

✓
Geschwindigkeit wird entscheidend

Bei Quoten unter 0,5 Prozent sind schnelle Reaktion, ein vollständiges Dossier, flexible Suchradien und Suchabos besonders wichtig.

Erste Ergebnisse 2026

Genf und Waadt melden bereits neue Zahlen

Die Frühwerte bestätigen den allgemeinen Knappheitstrend, ersetzen aber keine schweizweit einheitliche Rangliste 2026. [4] [5]

VD
Grosse Unterschiede innerhalb der Waadt

Die Quote reicht 2026 von 0,64 Prozent im Bezirk Lavaux-Oron bis 1,35 Prozent in Broye-Vully.

Quote vs. absolute Zahl

Warum die Zahl der Wohnungen allein täuscht

Bern hatte 2025 mit 6’660 Einheiten die höchste absolute Zahl leerer Wohnungen, lag mit einer Quote von 1,12 Prozent aber nur auf Rang neun.

Der Kanton Jura zählte lediglich 1’268 Leerwohnungen und führte wegen seines viel kleineren Wohnungsbestands trotzdem die Rangliste an.

Für Wohnungssuchende sind beide Angaben nützlich: Die Quote beschreibt die Marktanspannung, die absolute Zahl die Grösse des sichtbaren Angebots. Bei der praktischen Suche entscheidet zusätzlich, wie viele dieser Wohnungen zur gewünschten Grösse, Lage und Preisklasse passen.

BE 6’660 Wohnungen 1,12 % Quote
JU 1’268 Wohnungen 3,03 % Quote
Miete und Kauf

Leerstand umfasst nicht nur Mietwohnungen

Die gesamte Leerwohnungsziffer ist kein reiner Mietwohnungsindikator.

MIETE
2025

37’194 Wohnungen

Von den schweizweit 48’455 Leerwohnungen waren 37’194 zur Miete ausgeschrieben.

KAUF
2025

11’261 Wohnungen

11’261 Leerwohnungen waren zum Kauf ausgeschrieben.

i
Mietmarkt separat betrachten

In Kantonen mit vielen leerstehenden Eigentums- oder Ferienobjekten kann die Quote höher aussehen, obwohl bezahlbare Mietwohnungen knapp bleiben. Prüfen Sie deshalb, sofern verfügbar, die Unterteilung nach Miete, Kauf, Zimmerzahl und Gemeinde.

Was die Quote bedeutet

Mehr Auswahl.
Mehr Zeit.
Nicht automatisch billig.

Die Rangliste ist ein Suchfilter, kein Ersatz für Budget-, Pendel- und Qualitätsvergleich.

Leerstand richtig einordnen
01

Mehr Vergleichsmöglichkeiten

Eine höhere Leerwohnungsziffer bedeutet meist mehr Auswahl und längere Vermarktungszeiten.

02

Etwas mehr Verhandlungsspielraum

Sie kann auch darauf hinweisen, dass Neubauten noch nicht vollständig absorbiert wurden.

03

Nicht automatisch tiefe Mieten

Ein touristischer Kanton kann eine hohe Quote und gleichzeitig teure Wohnungen in gefragten Orten aufweisen. Umgekehrt kann eine Gemeinde mit niedriger Quote einzelne günstige Genossenschafts- oder Altbauwohnungen bieten.

Regionale Unterschiede

Kanton ist nicht gleich Gemeinde

Kantonale Durchschnittswerte verdecken grosse Unterschiede.

+30
Die feinere Ebene ist entscheidend

Prüfen Sie Gemeinden entlang derselben Bahnlinie, Agglomerationen, Randquartiere und Neubaugebiete. Ein zusätzlicher Radius von 15 bis 30 Minuten kann die Zahl passender Inserate stark erhöhen.

Suchstrategie

Suchstrategie nach Marktanspannung

Je tiefer die Leerwohnungsquote, desto wichtiger werden Geschwindigkeit, Suchradius und vorbereitete Unterlagen.

0.5–0.99
0,5 bis 0,99 Prozent

Suchradius erweitern

  • Agglomeration und Bahnachsen einbeziehen
  • Unterlagen vollständig als PDF vorbereiten
  • Erstvermietungen und Verwaltungen direkt beobachten
<0.5
Unter 0,5 Prozent

Maximale Geschwindigkeit

  • Mehrere tägliche Suchalarme nutzen
  • Besichtigungen kurzfristig ermöglichen
  • Budget, Zimmerzahl und Lage priorisieren
  • Genossenschaften und persönliche Netzwerke ergänzend nutzen
Interaktiver Check

Leerstands-Check nach Kanton

Wählen Sie einen Kanton aus. Der Check verwendet die vollständige BFS-Rangliste 2025.

Bereits publizierte Frühwerte 2026 werden im Artikel separat erklärt.

26 Kantone vollständige BFS-Basis
2025 Stichtag 1. Juni
Fehlinterpretationen vermeiden
Die 10

häufigsten Denkfehler.

Leerstand ist hilfreich, muss aber richtig gelesen werden.

01

Ausgabe 2026 mit Erhebung 2026 verwechseln

Die vollständige nationale Basis stammt weiterhin von 2025.

02

Hohe Quote mit günstigen Mieten gleichsetzen

Preisniveau und Leerstand sind nicht dasselbe.

03

Nur absolute Leerwohnungszahlen vergleichen

Grosse Kantone haben naturgemäss mehr Wohnungen.

04

Miete und Kauf nicht unterscheiden

Die offizielle Quote umfasst beide Märkte.

05

Kantonswert auf jede Gemeinde übertragen

Lokale Unterschiede können erheblich sein.

06

Kleine Jahresveränderungen überinterpretieren

Einzelne Projekte können die Werte verschieben.

07

Neubau-Leerstand als dauerhaftes Überangebot verstehen

Neue Projekte können vorübergehend höhere Werte erzeugen.

08

Nur im Stadtzentrum suchen

Agglomerationen und Bahnachsen erweitern das Angebot.

09

Dossier erst nach der Besichtigung vorbereiten

In knappen Märkten kostet das wertvolle Zeit.

10

Pendel- und Gesamtkosten ignorieren

Eine statistisch günstigere Region muss im Alltag nicht günstiger sein.

Checkliste

Checkliste für die Wohnungssuche

01–06
Markt & Region

Suchgebiet richtig einordnen

Kantonale Quote geprüft

Gemeinde- oder Bezirkswert gesucht

Miet- und Kaufleerstand unterschieden

Zimmergrösse berücksichtigt

Suchradius erweitert

Pendelzeit berechnet

07–12
Budget & Bewerbung

Für ein gutes Inserat bereit sein

Bruttomiete geprüft

Suchabo aktiviert

Dossier vollständig

Betreibungsregisterauszug aktuell

Besichtigung flexibel möglich

Aktuelle Inserate auf UrbanHome verglichen

Mehr zur Wohnungssuche
Direkt beantwortet

Häufige Fragen zur Leerstands-Rangliste

Die wichtigsten Antworten kompakt erklärt.

14 Fragen & Antworten

Nein. Die vollständige nationale BFS-Rangliste für den Stichtag 1. Juni 2026 war am 6. August 2026 noch nicht veröffentlicht. Die Übersicht nutzt den letzten vollständigen Stand 2025 und ergänzt offizielle Frühwerte 2026.

Unter den Kantonen weist Jura mit 3,03 Prozent die höchste vollständige Quote auf, gefolgt von Solothurn mit 2,05 Prozent.

Genf, Zug und Zürich weisen die tiefsten vollständigen Kantonswerte auf. In einzelnen Städten und Gemeinden ist die Quote nochmals tiefer.

Die Quote sank von 0,34 auf 0,31 Prozent. Am Stichtag wurden 793 freie Wohnungen gezählt.

Die provisorische kantonale Quote beträgt 0,87 Prozent bei 3’907 freien Wohnungen.

Rechnerisch steht eine von 100 Wohnungen leer und wird aktiv zur Miete oder zum Verkauf angeboten.

Häufig wird ungefähr 1,5 Prozent als Orientierungswert verwendet. Lokale Marktbedingungen können dennoch angespannt sein.

Nein. Die Statistik umfasst sowohl Miet- als auch Kaufobjekte. 2025 waren schweizweit 37’194 zur Miete und 11’261 zum Kauf ausgeschrieben.

Bern besitzt einen grossen Wohnungsbestand. Die absolute Zahl ist hoch, relativ zum Gesamtbestand liegt die Quote jedoch nur bei 1,12 Prozent.

Nein. Mieten hängen zusätzlich von Lage, Nachfrage, Qualität, Grösse und regionalem Einkommensniveau ab.

Sie sind nützlich, können in kleinen Gemeinden aber durch einzelne Neubauten und methodische Änderungen stark schwanken.

Unter anderem bereits vermietete Objekte mit späterem Bezug, unbewohnte Wohnungen ohne Marktangebot und nicht dauerhaft angebotene Ferienwohnungen.

Wählen Sie mehrere Gemeinden in Kantonen oder Regionen mit höherer Quote und kombinieren Sie die Statistik mit aktuellen Inseraten, Pendelzeit und Budget.

Auf UrbanHome können Sie aktuelle Mietangebote vergleichen und für mehrere Regionen Suchabos einrichten.

Das Wichtigste

Fazit: Mehr Auswahl liegt meist ausserhalb der stärksten Zentren

Die jüngste vollständige Rangliste zeigt die grösste statistische Auswahl in Jura, Solothurn, Tessin und Neuenburg.

Genf, Zug und Zürich bleiben die schwierigsten Kantonsmärkte. Die ersten Werte 2026 aus Genf und Waadt deuten nicht auf eine breite Entspannung hin.

Wer schneller eine Wohnung finden will, sollte die Rangliste als Ausgangspunkt nutzen, auf Gemeindeebene weiterrecherchieren und mehrere Suchregionen gleichzeitig beobachten.

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